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Pearl Index und Sicherheit beim Verhüten

Um die verschiedenen Verhütungsmittel nach ihrer Sicherheit bzw. Wirksamkeit bewerten wird Standardmäßig der “Pearl-Index” herangezogen. Doch was kann uns dieser Index sagen, wie errechnet man ihn und sind die Berechnungen wirklich so zuverlässig? Wir beantworten Euch die wichtigsten Fragen rund um das Thema Pearl-Index.

Was ist der Pearl-Index?

Der Pearl-Index versucht eine Aussage über die Sicherheit eines Verhütungsmittels zu treffen. Er interpretiert die gesammelten Daten eines bestimmten Verhütungsmittels dabei so, dass aufgezeigt werden kann, wie viele von 100 Anwenderinnen trotz Verhütungsmittel schwanger wurden. 

So sagt ein Pearl-Index von 2 also aus, dass zwei von 100 Frauen – trotz Anwendung eines bestimmten Verhütungsmittels – schwanger wurden. Man spricht dann auch von einer „Versagerquote“ von 2%.

Der Pearl-Index wird zudem aus der Methodensicherheit und der Anwendungssicherheit errechnet. Die Methodensicherheit gibt dabei an, wie viele Schwangerschaften auftreten, obwohl man das Verhütungsmittel vollkommen ordnungsgemäß angewandt hat. Die eher praxisnahe Anwendungssicherheit hingegen zeigt auf, wie viele Frauen – unter Berücksichtigung von im Alltag auftretenden Anwendungsfehlern – ungewollt schwanger werden. Liegen Methoden- und Anwendungssicherheit nahe beieinander, so kann man von einer allgemeinen Sicherheit des Verhütungsmittels ausgehen.

Wie wird der Pearl-Index gemessen/berechnet?

Je niedriger der Pearl-Index, desto höher der Schutz eines Verhütungsmittels. Doch wie lässt sich der Pearl-Index überhaupt berechnen?

Bei der Berechnung wird von 1200 Anwendungsmonaten (100 Frauen innerhalb eines Jahres) eines Verhütungsmittels ausgegangen. Der Index findet nun also heraus, wie viele von diesen 100 Frauen, innerhalb eines Jahres unter Benutzung des jeweiligen Verhütungsmittels schwanger wurden.

So lässt sich beispielsweise sagen: Bei einem Pearl-Index in Höhe von 2 sind zwei von 100 Frauen in einem Jahr schwanger geworden. Beträgt der Pearl-Index bspw. 0,05, so ist eine von 2000 Frauen innerhalb eines Jahres schwanger geworden.

Pearl-Index: Stärken und Schwächen

Der Pearl-Index ist ein guter und einfach berechenbarer Orientierungspunkt für alle, die bei der Wahl Ihrer Verhütungsmittel lieber auf Nummer Sicher gehen wollen und denen ein Vergleich mithilfe dieser Referenzgröße erleichtert werden kann.

Dennoch ist es sehr wichtig, dass die Effektivität eines Verhütungsmittels immer von der richtigen Anwendung abhängig ist. Der Pearl-Index (PI) hat leider auch ein paar Schwächen, die wir im Folgenden einmal für Dich aufzählen werden.

  1. Der PI berücksichtigt nicht die im Laufe der Zeit steigende Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden.
  2. Zudem haben einige Frauen häufiger Geschlechtsverkehr als wiederum andere.
  3. Auch Krankheiten wie bspw. eine Magen-Darmerkrankung können die Wirksamkeit von Hormonellen Verhütungsmitteln mindern.

Hinzu kommt die bereits erwähnte Problematik in der Anwendung unterschiedlicher Verhütungsmittel (Link auf Kategorieseite Verhütung). Während einige sehr einfach anzuwenden sind, wird es bei anderen um einiges komplexer. 

Um dieser Problematik entgegenzuwirken, wurde die „Life Table Analysis“ entworfen. Hierbei werden nicht nur die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs und individuelle Anwendungsfehler berücksichtigt, es wird zusätzlich eine Angabe über die Frauen gemacht, die nicht schwanger geworden sind. Dadurch wird ermöglicht einen Prozentsatz geschützter Frauen für einzelne Monate anzugeben.

Der Pearl-Index sollte vor allem der Orientierung dienen. Er gibt zudem keine Auskunft über das Risiko sich mit Sexualkrankheiten zu infizieren. Je nach Lebenslage und individuellen Faktoren ist es wichtig das Gespräch mit Deinem Frauenarzt zu suchen.

Pearl-Index bei hormonellen Methoden

Bei hormonellen Methoden zur Empfängnisverhütung wie bspw. der Pille oder dem Hormonpflaster ist zuallererst zu beachten, dass es sich nicht um eine Barriere-Methode handelt. So gewährleisten hormonelle Methoden keinen Schutz vor Sexualkrankheiten wie bspw. Herpes Genitalis, Chlamydien oder HIV.

Die am häufigsten verwendete Verhütungsmethode für Frauen ist die Pille. Etwa 31% der Frauen nehmen diese ein und schwören auf ihre Wirksamkeit. Der Pearl-Index der Pille liegt in den meisten Fällen bei einem Wert zwischen 0,1 und 0,9. Das macht sie auch zu einem der – laut PI – sichersten Verhütungsmethoden.

Diese Sicherheit hat allerdings auch einen hohen Preis, denn die Liste der Nebenwirkungen ist gefühlt endlos. Gewichtszunahme, hormonell bedingte Stimmungsänderungen, Spannungsgefühl in der Brust, Kopfschmerzen oder Übelkeit sind nur einige der vielen möglichen Nebenwirkungen.

Pearl-Index bei trackle und natürlichen Methoden

Die Natürliche Familienplanung (NFP) möchte ohne das Beifügen von Hormonen oder chemischen Mitteln auskommen. Leider wird bei der natürlichen Empfängnisverhütung noch häufig davon ausgegangen, dass diese überaus aufwendig und unsicher sind oder sogar ein operativer Eingriff notwendig ist. Diese Annahme ist jedoch falsch.

Die sicherste Methode in der natürlichen Empfängnisverhütung ist die symptothermale Methode, nach der auch der trackle Verhütungscomputer auswertet. Sie hat bei so genanntem perfect use, also kein vaginaler Verkehr während der fruchtbaren Zeit, einen Pearl-Index von 0,4. Bei geschütztem Verkehr liegt er bei 0,6.

Die symptothermale Methode kann Dein fruchtbares Zeitfenster bestimmen, indem sie auf die Veränderung der Basaltemperatur und des Zervixschleims achtet. trackle vereinfacht diese Methode, merzt ihre Fehleranfälligkeiten aus und macht sie digitaler. trackle wird über Nacht getragen während Du schläfst und zeichnet die ganze Nacht über Deine Körperkerntemperatur auf. Wenn Du am nächsten Morgen aufwachst, sendet trackle von seiner Station aus die Temperaturdaten an Deine App. Für die Auswertung benötigt trackle dann nur noch Deine Angaben zum Zervixschleim. Fertig! So macht das Anwenden der symptothermalen Methode Spaß und ist sicher.

Alternativen zum Pearl-Index

Eines ist klar: der Pearl-Index kann uns gut bei der Entscheidung unterstützen, wie wir verhüten. Jedoch ist er auch anfällig für Störungen, die das Ergebnis beeinflussen. Vergesslichkeit, Krankheiten oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten können viele Methoden zur Empfängnisverhütung beeinflussen und somit ihre Wirksamkeit beeinträchtigen.

Aus diesem Grund lässt sich der Pearl-Index zusätzlich durch zwei Größen ergänzen und sicherer machen. So kann man bei der Untersuchung der ungewollten Schwangerschaften bei 100 Frauen in einem Zeitraum von zwölf Monaten den Pearl-Index aufteilen: Anwendungssicherheit (praktischer PI) und Methodensicherheit (theoretischer PI).

Die Anwendungssicherheit gibt Auskunft über eine typische und alltagsähnliche Nutzung eines Verhütungsmittels. So werden Faktoren wie das Vergessen der Einnahme, Magen-Darmerkrankungen oder auch Fehler in der Anwendung berücksichtigt.

Demgegenüber steht die Methodensicherheit. Sie geht von einer vollkommen richtigen Benutzung der Verhütungsmethode aus und zeigt einen Wert, der eher theoretisch die Sicherheit einer Verhütungsmethode angibt.

Betrachtet man diese beiden Werte nun in einem gemeinsamen Kontext lässt sich daraus schließen: Je näher Methoden- und Anwendungssicherheit beieinander liegen, desto genauer ist der Pearl-Index. Je tiefer der Pearl-Index liegt, umso sicherer ist die Verhütungsmethode.

Der Pearl-Index: Eine gute Orientierung

Der Pearl-Index ist ein gutes Mittel um Verhütungsmethoden und ihre Sicherheit miteinander zu vergleichen. Durch den Pearl-Index wird es möglich sich in der Vielfalt der Verhütungsmethoden zurechtzufinden und eine erste Auswahl zu treffen. Dennoch ist es stets ratsam zu beachten: Ganz egal mit welcher Methode Du verhütest – Sicherheit und Zuverlässigkeit kann Dir nur eine korrekte Anwendung geben. Deswegen setze Dich für alle Fragen rund um das Thema Empfängnisverhütung mit Deinem Gynäkologen zusammen und lasse Dich ausführlich beraten um eine für Dich passende Methode zu finden. Wenn Du Fragen hast, wie Du mit trackle verhütest, schreib uns gerne unter info@meluna.ch – wir freuen uns auf Deine Fragen.

Hormonfrei verhüten mit trackle

Mit dem trackle Verhütungscomputer kannst Du einfach, digital, sicher und vor allem hormonfrei verhüten. Du weißt ganz genau, wann Du schwanger werden kannst und wann nicht.

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Quellenangabe: www.trackle.de